Rockau

Rockau und die benachbarten Siedlungen Helfenberg und Eichbusch mit heute insgesamt 555 Einwohnern erreicht der Wanderer von Niederpoyritz kommend auf einem steilen Waldweg, der Kucksche, oder durch den Helfenberger Grund. Von hier kommend, vorbei am 1806 angelegten Helfenberger Park, kann man auf dem weiteren Weg nach Rockau die 150 m tiefer liegende Altstadt von Dresden überblicken. In dieser Blickrichtung liegt auf einem Felssporn im Wald das historische Preßhaus bzw. die alte Försterei. Von der Rockauer Aussicht, auch als „Sachsens Hiefel“ bekannt, bietet sich ein prächtiges Panorama, das sich von der Sächsischen Schweiz über die Hügellandschaft des Osterzgebirges bis nach Meißen ausdehnt. Das Blick-feld stört gegenwärtig leider Riesen-Chinaschilf, das vom Grundstückseigentümer dort angebaut wird. Nahe am Hiefel liegt ein gepflegter, gern genutzter Spielplatz und zur bekannten „Lindenschänke“ ist es auch nicht weit. Der Landgasthof liegt im Ortskern des 1350 erstmals erwähnten Dorfes, der von einem kleinen Park mit Wasserpumpe, dem Feuerwehr- bzw. Bibliotheksgebäude und dem Dorfplatz mit historischen Bauernhäusern gebildet wird. Hier befindet sich auch eine Stempelstelle des Dichter-Musiker-Malerweges, der von Loschwitz bis zum Prebischtor, zunächst von hier aber erst einmal weiter bis zur früher sehr bekannten Keppmühle und nach Pillnitz führt. Berühmtester Sommergast war hier Carl Maria von Weber in den Jahren 1818 bis 1823, um die Schönheit der Natur im Keppgrund als Inspiration für sein künstlerisches Schaffen zu nutzen. Interessante Fernblicke sind auch vom Rockauer Kuhberg oder dem Augustusstein möglich.

Text und Foto: Chronikteam Gisela Schreckenbach, Angela Nehdo und Dr. Bernd Händler