Pappritz

Wichtiger Hinweis: In Pappritz finden derzeit umfangreiche Straßenbauarbeiten statt. Beachten Sie bitte, dass die Straße des Friedens in Pappritz beidseitig gesperrt ist, eine Umleitung ist eingerichtet.

Gemäß einer Urkunde aus dem Jahre 1278 soll in Pappritz früher sogar ein Herrensitz bestanden haben. Pappritz befindet sich am westlichen Rand des Schönfelder Hochlandes unmittelbar oberhalb der Elbhangkante. Haupterwerbszweig war auch in Pappritz die kleinbäuerliche Landwirtschaft. Bekannt wurde Pappritz durch die unzähligen Kirschbäume auf seinen Fluren, so dass die Kirsche gar zum Siegelzeichen wurde. Während sich jedoch bereits in den früheren Jahren aufgrund Ansiedlung von kleineren Handwerks- und Gewerbebetrieben sowie insbesondere auch bedingt durch die Stadtnähe die Landwirtschaft nach und nach zurückbildete, spielt diese heute für Pappritz keine Rolle mehr. Auch halten sich die gewerblichen Tätigkeiten in Grenzen, was durchaus nicht ungewollt ist, denn Pappritz hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr zu einem bevorzugten Wohnstandort der Landeshauptstadt entwickelt. Heute leben und wohnen in Pappritz knapp 2.000 Einwohner. Damit ist Pappritz zugleich nach Weißig der zweitgrößte Ortsteil im Schönfelder Hochland.
Sehenswert in Pappritz ist das unmittelbare Dorfensemble mit einer gut erhaltenen Brunnenstube sowie dem Dorfteich und dem Kriegerdenkmal. Die Pappritzer Bürger pflanzten hier im Jahre 2003 einen Kirschbaum anlässlich der 725-Jahr-Feier. Ähnliches taten bereits die Einwohner 120 Jahre zuvor, als sie zum Schuljubiläum und zum 400. Geburtstage von Martin Luther eine Eiche am heutigen Bürgerhaus pflanzten.
Der früher durch die legendären Tanzveranstaltungen sowie Ritscher’s Marionetten-Theateraufführungen bekannt gewordene „Gasthof Pappritz“ ist seit Frühjahr 2015 ein Asylbewerberheim.
Der sich in Pappritz etablierte Verein „Initiative Christen für Europa e.V.“ stellt ein soziales Jugendzentrum dar, welches Jugendliche für das bundes- und europaweite Freiwilligenprojekt „Brücken bauen in Europa – Freiwillig Teilen und Dienen“ vorbereitet.
Wanderer kommen von Pappritz aus gut in das Schönfelder Hochland, aber auch in das Elbtal. Auf dem Weg zwischen Pappritz und Wachwitz befindet sich ein kleiner Aussichtspunkt, die Agneshöhe, der einen wunderschönen Blick in das Elbtal und die Elbweiten gewährt. Die im Wachwitzgrund befindliche „Pappritzmühle“ gehört seit dem Verkauf an die damalige Gemeinde Wachwitz und einer anschließenden Flurbereinigung nicht mehr zur heutigen Gemarkung von Pappritz. Die Mühle selbst war an diesem Standort über 350 Jahre bis 1886 in Betrieb und wird heute als Wohnhaus genutzt.
In Pappritz werden die landwirtschaftlichen Flächen überwiegend durch Pferde beweidet.

Text: Bernd Mizera                                                                                                                         Foto: Irina Simon