Helfenberg

Helfenberg, erstmals 1349 urkundlich erwähnt, ist eng mit den Ortschaften Rockau und Eichbusch verbunden. Der Wanderer erreicht den Ort von Niederpoyritz kommend auf einem steilen Waldweg, der Kucksche, oder durch den Helfenberger Grund. Hier befand sich seit 1621 eine Wassermühle. Ab 1869 wirkte hier der Chemiker Eugen Dieterich und schuf den Vorgänger der späteren Chemischen Fabrik Helfenberg, in der weltbekannte Heilmittel hergestellt wurden. Der Fahrweg führt an diesen Gebäuden vorbei, die viel später eine Betriebsstätte von Pentacon wurden und jetzt als gewerblicher Standort sowie als Wohnungen, auch für Feriengäste, genutzt werden. Danach führt die Straße durch dichten Wald und schließlich vorbei an den spärlichen Resten der Hilfenburg, der historischen Wurzel Helfenbergs und weiter am 1806 angelegten Helfenberger Park mit seinem wertvollen Baumbestand. 2015 entwurzelte dort der Sturm eine der zwei mächtigen Hängebuchen. Jetzt ist daraus ein abenteuerlicher Kletterbaum geworden. Von diesem bietet sich ein schöner Blick auf das Herrenhaus des geschichts-trächtigen Rittergutes, das ab 1878 den Wettinern gehörte und jetzt von jungen Besitzern denkmalsgerecht saniert wird. Im Frühling blüht ein Teppich von Schneeglöckchen und Märzenbechern rund um einen ehrwürdigen Tulpenbaum. In Helfenberg und auch in Eichbusch, das am Oberlauf des Keppbaches mit der Bockmühle und der Karchmühle gelegen ist, befinden sich Reiterhöfe.

Text: Chronikteam Gisela Schreckenbach, Angela Nehdo und Dr. Bernd Händler 

Foto: HochlandVerlag