Cunnersdorf

Cunnersdorf ist vermutlich erst später als die Nachbarorte im Schönfelder Hochland entstanden. Der Ort wurde als ein typisches Zeilendorf (auch Straßendorf genannt) auf Schönfelder und Helfenberger Rittergutsflur errichtet und erstmals im Jahre 1350 nachweislich urkundlich – damals noch als Kunratsdorf (Dorf des Konrads) – erwähnt. 1378 gehörte Kunstorf zum castrum Dresden. 1477 sprach man von „Kommerßdorff“ mit Ober- und Niedergerichten, später – 1530 – vom „dorffe Kunersdorff samst funff Teichlein, eynen wysamment zu zwelff großmeddern und eynen wyssegarten“, zugehörig zu Helfenberg. Auch im 17. und 18. Jh. übte das Helfenberger Rittergut grundherrliche Rechte aus. Haupterwerbsrichtung für die Bürger in Cunnersdorf war seit jeher die Landwirtschaft.
Auch der durch den in den Jahren 1906 bis 1908 zwischen Weißig und Dürrröhrsdorf vollzogene Eisenbahnbau, der im Nordteil die Ortslage tangiert, erhoffte wirtschaftliche Aufschwung für Cunnersdorf blieb aus, es siedelten sich keine anderweitigen gewerbliche Einrichtungen an.
Mit der Kollektivierung der sozialistischen Landwirtschaft in die 60er-Jahren des 20. Jh. verlagerte sich die landwirtschaftliche Produktion aus der Ortschaft und ein großer Teil der Bürger pendelte nach Dresden zur Arbeit.
Heute ist Cunnersdorf ein ruhiger und bevorzugter Wohnort am Stadtrand von Dresden. Es wohnen hier etwa 330 Bürger. Im Ort befindet sich ein kleiner Gasthof mit gutbürgerlicher Küche und Fremdenzimmern.
Der ehemalige Bahndamm wurde als Rad- und Wanderweg ausgebaut und bietet einen guten Ausgangspunkt für herrliche Wanderungen im Schönfelder Hochland. Charakteristisch für Cunnersdorf sind insbesondere zwei unmittelbar an der durch den Ort führenden Straße liegende Teiche, die das ländlich gebliebene Ortsbild von Cunnersdorf wesentlich mit prägen.

Text: Bernd Mizera                                                                                                                 Foto: HochlandVerlag